Kosten und Abrechnung3 Min.

Preisgestaltung der Gästewohnung: Kostenbasis und Fairness

Die Preisgestaltung der Gästewohnung ist ein klassischer Zielkonflikt: Zu niedrig, und die Kosten sind nicht gedeckt. Zu hoch, und die Auslastung sinkt. Dieser Ratgeber zeigt, wie Beiräte einen fairen Preis kalkulieren und die Regelung mehrheitsfähig beschließen.

Ohne Preiskalkulation wird die Gebühr oft nach Bauchgefühl oder durch Vergleich mit Hotels festgelegt. Beide Ansätze führen meist zu Fehlpreisen. Das Bauchgefühl unterschätzt langfristige Kosten (Abnutzung, Ersatzanschaffungen). Der Hotelvergleich überschätzt die Zahlungsbereitschaft eigener Eigentümer. Eine saubere Kalkulation umfasst: Energie pro Nacht, Wasser und Abwasser, Reinigung, Wäsche, anteilige Abschreibung der Ausstattung, anteilige Rücklage für Ersatz. Die Summe ist der kostendeckende Satz. Darauf ein kleiner Aufschlag für Unvorhergesehenes: 10 bis 20 Prozent. Das ergibt den empfohlenen Preis. Typische Werte in deutschen WEGs: 25 bis 50 Euro pro Nacht plus einmalige Reinigungspauschale von 20 bis 40 Euro. Die Spanne hängt von Ausstattung und Gegend ab. Eine Staffelung (mehrere Nächte günstiger pro Nacht) ist zulässig, sollte aber nicht Missbrauch ermöglichen. Rechtlich muss die Preisgestaltung sachlich begründet und in der Hausordnung oder durch Versammlungsbeschluss geregelt sein. Willkürliche Preise oder Sonderkonditionen für bestimmte Eigentümer sind unzulässig und können die WEG in Konflikte bringen.

So lösen Sie das Problem

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    Kostenbasis erfassen

    Alle jährlichen Kosten der Gästewohnung summieren: Energie, Wasser, Wäsche, Reinigung, Wartung, Abschreibung. Durch erwartete Übernachtungen teilen. Das ergibt den kostendeckenden Satz pro Nacht.

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    Preis beschließen

    Die Eigentümerversammlung beschließt den Preis mit einfacher Mehrheit. Der Beschluss enthält: Übernachtungspreis, Reinigungspauschale, Zahlungsweg, Stornofrist, Anpassungsmechanismus für spätere Jahre.

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    Zahlungsweg wählen

    Überweisung auf WEG-Konto oder digitaler Zahlungsdienst. Kein Barzahlungsmodell (Dokumentationsrisiko). Zahlung vor Anreise, um Einzugsprobleme zu vermeiden.

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    Staffelungen prüfen

    Mehrnachtsrabatt oder Sondersätze für längere Belegungen. Müssen sachlich begründbar sein und dürfen keine Personen bevorzugen. Die Staffelung wird in der Hausordnung festgelegt.

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    Jährliche Überprüfung

    Einmal jährlich tatsächliche Kosten gegen Einnahmen abrechnen. Bei Abweichungen Preisanpassung in der nächsten Versammlung. Transparenz verhindert Unmut.

Praktische Tipps

  • Halten Sie Preise einfach. Ein fester Übernachtungspreis plus Reinigungspauschale ist leichter kommunizierbar als komplexe Staffelungen.
  • Erhöhen Sie Preise nicht ohne Begründung. Kostentransparenz schafft Akzeptanz.
  • Bei stark schwankender Auslastung: Saisonale Differenzierung prüfen, aber nicht übertreiben.
  • Kinder und Säuglinge nicht extra berechnen. Das ist administrativer Aufwand ohne nennenswerten Mehrgewinn.

Blokbook als Lösung

Blokbook hinterlegt Preis und Reinigungspauschale an der Gästewohnung. Bei jeder Buchung wird die Zahlung automatisch kalkuliert und angefordert. Der Jahresbericht zeigt Einnahmen gegen Kosten, was die Kalkulation für die nächste Versammlung vorbereitet.

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Häufig gestellte Fragen

Zusammenfassung

Daten für bessere Nutzungs- und Kostenentscheidungen

Buchungen, Energie und Abrechnung in einer Übersicht reduzieren Aufwand für Beirat und Verwaltung.