Hausordnung für die Gästewohnung: Mustervorlage
Gäste kennen die Hausregeln der WEG nicht automatisch. Eine klare Hausordnung am Eingang der Gästewohnung vermeidet Konflikte und schützt die Interessen der Nachbarn. Dieser Ratgeber enthält eine Mustervorlage.
Gäste, die nur ein paar Nächte in einer WEG verbringen, nehmen die Nachbarschaft anders wahr als dauerhafte Bewohner. Laute Unterhaltung im Treppenhaus um Mitternacht, Rauchen auf dem Balkon, Musik bis spät in die Nacht: Alles Verhaltensweisen, die in einem Hotel normal sind, in einem Wohngebäude aber Konflikte erzeugen. Eine kurze Hausordnung in der Gästewohnung, sichtbar am Eingang und in der Willkommensmappe, schafft Klarheit. Sie sollte knapp sein (eine Seite), klar formuliert (Sätze mit nicht mehr als 15 Worten), und in zwei Sprachen (Deutsch, Englisch) verfügbar. Die wichtigsten Themen: Ruhezeiten (Nacht, Sonntag), Verhalten in Gemeinschaftsbereichen (Treppenhaus, Hof), Rauchen, Haustiere, Besuche. Zusätzlich praktische Informationen: Mülltrennung, Parken, WLAN-Zugang, Notfallnummern. Die Hausordnung ist nicht Selbstzweck, sondern soll dem Gast helfen, sich respektvoll zu verhalten. Übertriebene Verbotsliste wirkt abschreckend, konkrete und freundlich formulierte Regelungen nicht.
So lösen Sie das Problem
- 1
Hausordnung kurz und verständlich formulieren
Eine DIN-A4-Seite reicht. Sätze mit maximal 15 Worten, keine Fachbegriffe. Übersetzung ins Englische für internationale Gäste.
- 2
Wichtigste Regeln benennen
Ruhezeiten (22:00 bis 06:00), Rauchen nur auf dem Balkon oder im Freien, keine Haustiere ohne Voranmeldung, keine Partys oder Veranstaltungen, Check-out-Zeit.
- 3
Praktische Informationen ergänzen
Mülltrennung, Parken, WLAN, Fernbedienungen, Notfallnummern. Je besser informiert, desto weniger Fragen an den Beirat.
- 4
Willkommensmappe erstellen
Hausordnung plus Anweisungen (Küche, Heizung, Warmwasser), Restaurantliste, Öffentlicher Verkehr. Eine A5-Mappe, laminiert. Dauerhafte Investition, die Wartungskosten amortisiert.
- 5
Zustimmung dokumentieren
Bei Buchung Bestätigung der Hausordnung durch Gast. Digital per Klick im Buchungssystem, analog per Unterschrift bei Check-in. Dokumentation für den Fall von Verstößen.
Praktische Tipps
- Positive Formulierungen: "Bitte Ruhezeiten einhalten" wirkt besser als "Lärm verboten".
- Eine Checkliste bei Check-out spart Rückfragen. "Bitte Müll mitnehmen, Heizung runterdrehen."
- Hausordnung regelmäßig überarbeiten, wenn Themen wiederholt auftreten.
- Nachbarkontakte nennen, nicht verschweigen. Ein Gast, der ein Geräusch meldet, zeigt Verantwortung.
Blokbook als Lösung
Blokbook zeigt dem Gast bei Buchung die Hausordnung als Teil des Prozesses. Die Zustimmung wird dokumentiert. Bei Verstößen liegt der Nachweis vor, was Gespräche mit dem buchenden Eigentümer erleichtert.
Weiterlesen
Häufig gestellte Fragen
Dokumentierte Nutzung für faire Entscheidungen
Klare Regeln und nachvollziehbare Buchungshistorie erleichtern Verantwortung in der WEG.