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Energieverbrauch der Waschküche senken: Konkrete Maßnahmen

Die Gemeinschaftswaschküche verbraucht in vielen WEGs zwischen 2.000 und 5.000 Kilowattstunden Strom jährlich, dazu Wasser und Wärme. Bei steigenden Energiepreisen wird dies zu einer spürbaren Position im Wirtschaftsplan. Dieser Ratgeber zeigt konkrete Maßnahmen, die den Verbrauch reduzieren, geordnet nach Wirkung und Aufwand.

Der Energieverbrauch einer WEG-Waschküche setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Erstens: Das Alter der Geräte. Eine Waschmaschine aus dem Jahr 2010 verbraucht pro Gang oft das Doppelte einer aktuellen Maschine der Energieeffizienzklasse A. Über ein Jahr mit 200 Wäschen pro Maschine summiert sich das auf 400 bis 800 Kilowattstunden Mehrverbrauch pro Gerät. Zweitens: Das Nutzungsverhalten. Eigentümer, die 60-Grad-Programme für alles nutzen, verbrauchen doppelt so viel Strom wie jene, die 30 Grad oder Ökoprogramme wählen. Ohne Information und Anreiz ändert sich das Verhalten selten. Drittens: Leerlauf und Stand-by. Ältere Geräte verbrauchen auch im Stand-by 5 bis 15 Watt, was sich über das Jahr auf 40 bis 130 Kilowattstunden aufsummiert. Neuere Geräte haben Schaltungen, die im Stand-by quasi nichts verbrauchen. Viertens: Trockner. Ein Kondenstrockner alter Bauart verbraucht 4 bis 5 Kilowattstunden pro Gang. Ein Wärmepumpentrockner 1,5 bis 2 Kilowattstunden. Der Unterschied ist erheblich. Fünftens: Warmwasserzufuhr. Maschinen mit Warmwasseranschluss reduzieren Stromverbrauch erheblich, sofern die Warmwasserbereitung der Gemeinschaft effizient ist (z. B. Solarthermie). Eine Warmwasser-Anbindung ist allerdings baulich oft nicht trivial. Die Kombination dieser Faktoren bestimmt den Gesamtverbrauch. Ein strukturierter Reduktionsplan setzt Prioritäten nach Wirkung und Aufwand.

So lösen Sie das Problem

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    Aktuellen Verbrauch messen

    Ein Stromzähler pro Maschine (einmalig etwa 50 Euro) liefert Daten für ein Jahr. Ohne Messung bleiben alle Optimierungen Schätzungen. Die Messung bildet die Basis für Entscheidungen.

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    Eco-Programme in der Hausordnung empfehlen

    Eine Formulierung in der Hausordnung wie "Eco- und 30-Grad-Programme sind grundsätzlich zu bevorzugen, sofern die Wäsche keine höheren Temperaturen erfordert" kann viel Wirkung haben. Kein Verbot, nur Empfehlung.

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    Alte Geräte gegen effiziente ersetzen

    Geräte ab acht Jahren Alter prüfen. Bei Energieeffizienzklasse C oder schlechter lohnt der Tausch oft bereits vor einem Defekt. Die Mehrkosten amortisieren sich typisch in 5 bis 7 Jahren.

  4. 4

    Wärmepumpentrockner als Standard

    Bei Trocknerersatz ausschließlich Wärmepumpengeräte beschaffen. Der Aufpreis gegenüber Kondenstrocknern beträgt 100 bis 300 Euro, amortisiert sich bei mittlerer Nutzung in 3 bis 5 Jahren.

  5. 5

    Warmwasser-Anschluss prüfen

    Wenn die Gemeinschaft effiziente Warmwasserbereitung hat (Solar, Fernwärme), lohnt ein Warmwasseranschluss der Waschmaschinen. Die Maschinen müssen diese Option unterstützen. Ersparnis: bis zu 30 Prozent Stromverbrauch.

Praktische Tipps

  • Kommunizieren Sie Energiesparen positiv. "Gemeinsam Energie sparen" wirkt besser als Verbote.
  • Prüfen Sie die Hausordnung auf Formulierungen, die Eco-Programme entmutigen könnten. Keine impliziten Negativ-Botschaften.
  • Stellen Sie Zahlen bereit: Ein Aushang "So viel Strom verbraucht dieser Waschgang" kann Verhalten ändern.
  • Investieren Sie in Messung, bevor Sie in Geräte investieren. Ohne Daten sind Entscheidungen Spekulation.

Blokbook als Lösung

Blokbook kann Verbrauchsdaten pro Buchung erfassen, wenn Smart-Meter verfügbar sind. Eigentümer sehen den Verbrauch ihrer eigenen Wäschen in ihrer Buchungshistorie. Das erhöht das Bewusstsein spürbar, ohne Verbote aussprechen zu müssen. Für den Beirat liefert das System Gesamtstatistiken, die als Basis für Ersatzinvestitionen dienen.

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Häufig gestellte Fragen

Zusammenfassung

Daten für bessere Nutzungs- und Kostenentscheidungen

Buchungen, Energie und Abrechnung in einer Übersicht reduzieren Aufwand für Beirat und Verwaltung.