Regeln und Verantwortung3 Min.

Kaution für die Gästewohnung: Höhe, Regeln, Abrechnung

Eine Kaution bei der Gästewohnung schützt die WEG vor kleineren Schäden und verloren gegangener Ausstattung. Sie ist nicht zwingend, aber meist sinnvoll. Dieser Ratgeber zeigt, wie Höhe und Abwicklung pragmatisch geregelt werden.

Gäste hinterlassen gelegentlich Spuren, die über normale Abnutzung hinausgehen: ein verschmutzter Teppich, ein beschädigter Stuhl, eine fehlende Handtuchreihe. Ohne Kaution wird die Schadensregulierung mühsam: Rechnung stellen, gegebenenfalls mahnen, selten ist die Mühe lohnenswert. Mit Kaution ist das Geld bereits hinterlegt. Der Schaden wird abgezogen, der Rest zurückerstattet. Der Prozess wird administrativ schlank. Typische Kautionshöhen: 50 bis 150 Euro bei kurzen Aufenthalten, 150 bis 300 Euro bei mehrtägigen. Die Kaution muss Relation zum Risiko haben. Zu hohe Kautionen schrecken Nutzung ab, zu niedrige sind nicht wirkungsvoll. Ein zweites Thema ist die Erhebung. Vorauszahlung per Überweisung oder digitalem Zahlungsdienst. Barzahlung nur in Ausnahmefällen, weil Dokumentation schwierig. Ein drittes Thema ist die Rückerstattung. Bei Schadenfreiheit innerhalb einer Woche zurück auf das Zahlkonto des Nutzers. Bei Schäden schriftliche Abrechnung mit Fotos und Kostennachweis. Bei Unklarheiten über Schadenhöhe maximal vier Wochen Prüfzeit. Rechtlich muss die Kaution in der Hausordnung oder durch Beschluss geregelt sein. Ohne Grundlage ist die Erhebung nicht belastbar.

So lösen Sie das Problem

  1. 1

    Kautionsregelung beschließen

    Eigentümerversammlung beschließt Höhe, Erhebungsweg und Rückerstattungsprozess. Die Regelung wird in der Hausordnung verankert. Ohne schriftliche Grundlage ist Kaution rechtlich fragwürdig.

  2. 2

    Vorauszahlung vor Check-in

    Kaution wird zusammen mit Übernachtungsgebühren vor Anreise überwiesen. Ohne Eingang keine Schlüsselübergabe. Das vermeidet Einzugsprobleme später.

  3. 3

    Übergabeprotokoll führen

    Bei Check-in und Check-out: Fotos und kurze Checkliste zum Zustand der Wohnung. Bei Schäden ist die Ursache eindeutig dokumentierbar. Bei Schadenfreiheit die Basis für schnelle Rückerstattung.

  4. 4

    Abrechnung innerhalb einer Woche

    Bei Schadenfreiheit Rückerstattung der vollen Kaution innerhalb von sieben Werktagen. Bei Teilrückerstattung schriftliche Erläuterung mit Belegen. Maximale Prüfzeit vier Wochen.

  5. 5

    Streitfallregelung

    Bei Streit über Schadenhöhe: Unabhängige Schadensermittlung oder Schlichtung. Bei größeren Beträgen eventuell juristische Klärung. In der Praxis helfen Fotos fast immer.

Praktische Tipps

  • Kaution nicht zu hoch ansetzen. Sie soll kleine Schäden abdecken, nicht Totalersatz finanzieren.
  • Rückerstattung schnell vornehmen. Nutzer erwarten ihr Geld zurück, Verzögerung schadet dem Ruf.
  • Bei Wiederholungsnutzern: Kaution reduzieren oder entfallen lassen, als Vertrauensvorschuss.
  • Barzahlungen vermeiden. Elektronische Zahlungsmittel sind transparenter.

Blokbook als Lösung

Blokbook integriert Kaution und Miete in einen Zahlungsprozess. Bei Buchung wird der volle Betrag (Miete plus Kaution) eingezogen. Nach Abschluss der Nutzung wird die Kaution automatisch oder nach Beiratsfreigabe zurücküberwiesen. Die Transaktionen sind für Nutzer und Beirat nachvollziehbar.

Weiterlesen

Häufig gestellte Fragen

Zusammenfassung

Dokumentierte Nutzung für faire Entscheidungen

Klare Regeln und nachvollziehbare Buchungshistorie erleichtern Verantwortung in der WEG.